Ein P-Konto ist ein starkes Instrument, um Ihr Einkommen zu schützen. Doch wie bei jedem rechtlichen Verfahren gibt es auch hier Stolpersteine, die Ihnen das Leben schwer machen können. Viele Menschen gehen fälschlicherweise davon aus, dass mit der Umwandlung ihres Kontos alles erledigt ist. Doch das ist ein Irrtum.
In diesem Beitrag zeigt Ihnen die Kanzlei Brandt, welche Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten, um Ihren Pfändungsschutz nicht zu gefährden. Wir geben Ihnen klare Handlungsanweisungen, damit Sie die häufigsten Fallstricke sicher umgehen.
Fehler 1: Sie handeln nicht schnell genug
Das Problem:
Viele Menschen warten ab, bis die Pfändung bereits vollzogen ist. Das ist gefährlich, denn: Zwar können Sie Ihr Konto auch nachträglich noch in ein P-Konto umwandeln lassen, aber nur bis zu vier Wochen rückwirkend.
Die Lösung:
- Beantragen Sie die Umwandlung sofort, sobald Sie von einer drohenden Pfändung erfahren.
- Nutzen Sie unseren Mustertext aus dem Beitrag „P-Konto beantragen“ und senden Sie ihn noch heute an Ihre Bank.
Fehler 2: Sie vergessen, Ihren Freibetrag zu erhöhen
Das Problem:
Der gesetzliche Grundfreibetrag ist für viele Haushalte zu niedrig. Wer Kinder hat oder Unterhalt zahlt, braucht mehr. Doch ohne die offizielle P-Konto-Bescheinigung bleibt der Schutz auf dem Basissatz.
Die Lösung:
- Prüfen Sie mit unserer Checkliste aus dem Beitrag „P-Konto Freibetrag erhöhen“, ob Sie Anspruch auf einen höheren Freibetrag haben.
- Lassen Sie sich die Bescheinigung von uns als anerkannte Schuldnerberatungsstelle ausstellen – schnell und unkompliziert.
Fehler 3: Sie nutzen Ihr P-Konto falsch
Das Problem:
Ein P-Konto ist kein Freibrief. Wenn Sie z.B. Bargeld einzahlen, das nicht nachvollziehbar ist, oder wenn Sie versuchen, Geld auf „kreativem“ Weg zu schützen, kann die Bank misstrauisch werden.
Die Lösung:
- Nutzen Sie Ihr Konto transparent für Lohn, Rente oder Sozialleistungen.
- Vermeiden Sie große Bargeldeinzahlungen, die Sie nicht belegen können.
- Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie uns. Wir beraten Sie, wie Sie Ihr Konto korrekt nutzen.
Fehler 4: Sie ignorieren die Kommunikation mit Ihrer Bank
Das Problem:
Ihre Bank ist verpflichtet, Ihr P-Konto einzurichten. Doch wenn Sie Anfragen der Bank nicht beantworten (z.B. zur Klärung von Unstimmigkeiten), kann das zu Verzögerungen oder Problemen führen.
Die Lösung:
- Reagieren Sie immer auf Schreiben Ihrer Bank – auch wenn es nur eine Bestätigung ist.
- Bewahren Sie alle Unterlagen geordnet auf, um Fragen schnell klären zu können.
Fehler 5: Sie denken, ein P-Konto löst alle Probleme
Das Problem:
Ein P-Konto schützt Ihr Einkommen, aber es ist nur ein erster Schritt. Wenn Sie Ihre Schulden nicht aktiv angehen, werden die Pfändungen weitergehen.
Die Lösung:
- Nutzen Sie die Zeit, die Ihnen das P-Konto verschafft, um eine langfristige Lösung zu finden.
- Wir helfen Ihnen, einen außergerichtlichen Vergleich zu erreichen oder eine Privatinsolvenz vorzubereiten.
Ihr nächster Schritt: Handeln Sie jetzt!
Diese Fehler können teuer werden. Doch zum Glück lassen sie sich leicht vermeiden – wenn man sie kennt. Nutzen Sie unser Wissen, um Ihr P-Konto richtig einzurichten und zu nutzen.
Kanzlei Brandt – Wir sind für Sie da:
Telefon: 038203 / 7450 20
E-Mail: schuldnerberatung@rain-brandt.de
Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Sie finanziell wieder durchatmen können.

