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Bei Hindernisrennen ist mit Bodenunebenheiten zu rechnen

Das Landgericht Köln musste mit Urteil vom 4.4.2017 zum Az. 3 O 129/16 darüber entscheiden, ob Teilnehmer eines Waldcrosshindernislaufes mit Bodenunebenheiten rechnen müssen. Das Gericht entschied, dass wer bei einem sportlichen Wettkampf jegliche Bodenunebenheiten sicher ausschließen möchte, sich nicht für einen als besonders waghalsig und anspruchsvoll geltenden Waldcrosshindernislauf anmelden darf. Vielmehr müsse derjenige sich auf Hallenwettkämpfe beschränken, wo solche Unebenheiten nicht zu befürchten sind. Das Urteil ist rechtskräftig. Mit dem Urteil wurde eine Klage eines verletzten Teilnehmers unter anderem auf Schmerzensgeld abgewiesen.

Bei einem solchen Hindernislauf können sich Teilnehmer an Hindernissen beweisen, die in freier Natur auftretenden Barrieren nachempfunden sind. Im betreffenden Fall wurde ein Wasserhindernis dem Kläger zum Hindernis. Dieses bestand aus einer Wasserrutsche, die in einen künstlich angelegten Teich mündet. Der Teich selbst war mit einer Plastikplane ausgelegt. Nach dem überwinden der Wasserrutsche, dies behauptet der Kläger, sei er in den Teich gerutscht und habe sich dort durch Faltenwürfe in der Plastikplane des Schienbein gebrochen. Wegen des schlammigen Wassers seine die Faltenwürfe in der Plastikplane für ihn nicht erkennbar gewesen. Aufgrund des Schienbeinbruchs habe der Kläger eine Operation über sich ergehen lassen müssen und seinen geplanten Urlaub stornieren müssen. Von der Veranstalterin verlangte Schmerzensgeld und Stornierungskosten in Höhe von insgesamt 5040 €.

Ein vorwerfbares Verhalten der Veranstalterin konnte das Landgericht Köln jedoch nicht feststellen. Nach Ansicht des Landgerichtes Köln ist die Veranstalterin nur verpflichtet die Teilnehmer vor solchen Gefahren zu schützen, die nicht typisch unvermeidbar sind. Einen solchen Hindernislauf sollen sich die Teilnehmer aber gerade an Hindernissen beweisen können, die in freier Natur auftretenden Barrieren nachempfunden sind. Dies bringe ihn mit sich, dass im Bereich der Hindernisunebenheiten Unregelmäßigkeiten auftreten können, so dass Landgericht. Nicht anders ist der Faltenwurf in einer Plane in diesem Zusammenhang zu beurteilen als eine Bodenunebenheiten einem natürlichen Wassergraben. Auf solche Unebenheiten müssen sich die Teilnehmer eines solchen Hindernislaufes einstellen.

Immerhin sei dies auch den weiteren 10.000 Teilnehmern möglich gewesen, die das Hindernis schadensfrei passierten. Die stellte das Gericht fest. Auch habe die Veranstalterin darüber hinaus mit Warnschildern auf eine permanente Rutsch- und Ausrutschgefahr sowie das Verletzungsrisiko an Hindernissen hingewiesen und zu einem angepassten Laufverhalten geraten. Das Landgericht wies daher die Klage ab.

Erstellt von: Caroline Brandt | Kategorie(n): Sonstiges