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Internetanbieter darf Router nicht eigenmächtig in Hotspot umwandeln

Das Landgericht Köln, kurz LG Köln, hat mit Urteil vom 09.05.2017 zum Az: 31 O 227/16 entschieden, dass der Kabelnetzanbieter Unitymedia auf einem WLAN-Router seines Kunden nicht ohne dessen ausdrückliche Zustimmung ein zweites WLAN-Netz für andere Nutzer aktivieren darf. Der Internetanbieter hatte 2016 seine Kunden darüber per Post informiert, dass mit WiFiSpot auf ihren WLAN-Routern ein zweites Netz aktiviert werden sollte. Die Kunden sollten aktiv widersprechen, andernfalls würden diese Netze automatisch angeschaltet. Durch diese Maßnahme wollte der Internetanbieter seinen Kunden von unterwegs kostenlosen Zugang zum Internet verschaffen. Die Kunden hätten dann Mobilfunkdatenvolumen gespart.

Erstellt von: Caroline Brandt | Kategorie(n): Sonstiges