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Impfunwilige sollen durch die Kitas gemeldet werden

Der Bundestag hat ein neues Gesetz verabschiedet. Künftig sollen Kitas Eltern beim Gesundheitsamt melden müssen, wenn diese keine Impfberatung beim Haus- oder Kinderarzt nachweisen können. Der Nachweis einer solchen Impfberatung ist bereits seit 2 Jahren Pflicht. Den Kitas steht es bisher jedoch frei, ob sie säumige Eltern bei den Behörden melden. Am 2.6.2017 hat der Bundestag nun beschlossen, dass dieses Gesetz verschärft wird. Nunmehr gibt es eine Meldepflicht der Kitas.

Bereits heute muss derjenige, der sich einer ins Beratung hartnäckig verweigert mit einer Geldbuße von bis zu 2500 € rechnen. Durch die nunmehr verabschiedete neue Meldepflicht soll das Gesundheitsamt besser als bisher in die Lage versetzt werden, Eltern zu einer Beratung zu laden. Dies unabhängig davon, ob es sich um überzeugte im Gegner handelt oder ob die Eltern die Impfung des Kindes schlicht und ergreifend vergessen haben.

Zu beachten ist jedoch, dass es sich hier um die Impfberatung handelt. Die Impfpflicht wird von der Bundesregierung unverändert abgelehnt. In Italien z.B. ist eine Impfpflicht eingeführt worden. Hintergrund dieser Diskussion ist, dass z.B. die Zahl der Masernfälle in Deutschland stark schwankt. Zuletzt war eine 37 Jahre alte Frau an Masern verstorben. Während es im Jahr 2016 in Deutschland gerade einmal 324 Erkrankungen bezüglich Masern gab, waren es 2015 fast 2500. Gleichwohl wird die Pflicht zum impfen durch die Bundesregierung abgelehnt, an einer ins Beratung hingegen müssen die Eltern teilnehmen.

 

Erstellt von: Caroline Brandt | Kategorie(n): Familienrecht