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Hundebiss kann teuer werden

Am 08.12.2010 hat das Amtsgericht Wismar mit rechtskräftigem Urteil zum AZ: 12 C 158/10 entschieden, dass ein Hundehalter 300 EURO Schmerzensgeld an den Geschädigten zahlen muss. Ferner muss der Hundehalter sämtlichen weiteren materiellen und immateriellen Schaden des Geschädigten aus dem Vorfall ersetzen.

Der Hundehalter hatte seinen Hund vor einem Einkaufsmarkt angebunden und war einkaufen gegangen. Der Hund war unbeaufsichtigt. Der Geschädigte kam beim Verlassen des Marktes an dem Hund vorbei. Dieser biss zu. Der Geschädigte schrie auf und erlitt einen starken Schreck. Der Geschädigte musste mit dem Rettungswagen in die Klinik gefahren werden. Er litt noch mehrere Tage an blauen Flecken. Zu einer Bissverletzung der Haut im Sinne von einem Durchstoßen derselben und einer Fleischwunde kam es zum Glück nicht.

Erschwerend kommt hinzu, dass der Hundehalter keine Tierhalterhaftpflichtversicherung abgeschlossen hatte. So sind sowohl Schmerzensgeld als auch möglich Folgeschäden vom Halter allein zu tragen. Dies kann bei schweren körperlichen Verletzungen ein nicht unerheblicher Betrag sein.

Erstellt von: baumann | Kategorie(n): Sonstiges