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Altersvorsorge von Selbstständigen

Bislang haben Einkünfte Selbständiger keinen Pfändungsschutz genossen. Anders als bei der gesetzlichen Rente, konnte bisher die Altersvorsorge der Unternehmer in Gänze gepfändet werden. Hier lag eine mit dem Grundgesetz unvereinbare Ungleichbehandlung vor.

Dies hat sich im Dezember 2006 geändert. Der Bundestag beschloss, die private Altersvorsorge Selbständiger in gleicher Weise vor dem Vollstreckungszugriff der Gläubiger zu schützten, wie es bisher bei Rentenansprüchen von Angestellten praktiziert wurde.

Erstmalig werden mit dieser Regelung Unternehmer gleichgestellt mit den anderen Personengruppen. Der Pfändungsschutz für Lebensversicherungen, die heute einen großen Anteil der Altersvorsorge der Selbständigen bildet, wurde mit dieser gesetzlichen Regelung deutlich verbessert. Gepfändet werden kann dieser Anspruch nur, genauso wie bei gesetzlichen Rentenansprüchen, wie der pfändbare Teil des Arbeitseinkommen.

Die neue Regelung ist offen genug gehalten, damit nicht nur die Pfändbarkeit von Lebensversicherungen eingeschränkt wird. Es sind all die Formen der Altersvorsorge vom Pfändungsschutz erfasst, bei denen der Unternehmer unwiderruflich in die Vorsorge eingezahlt hat.

Die Höhe des pfändungsgeschützten Vorsorgekapitals ist streng limitiert und vom Alter des Unternehmers abhängig. Die jährlich unpfändbar anlegbaren Staffelbeträge reichen von 2.000 EURO für einen 18jährigen bis 9.000 Euro für einen 65jährigen.

Um dauerhaft im Alter abgesichert zu sein, empfiehlt es sich, frühzeitig die richtige Form und Höhe der Altersvorsorge zu wählen. Ein sachkundiger Anwalt berät Sie hier gern.

Erstellt von: baumann | Kategorie(n): Sonstiges