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Abfindungsanspruch wegen unwahrer ehrverletzender Kündigungsgründe

LArbG Schleswig-Holstein Urteil vom 15.09.2009, Az.: 2 Sa 105/09 : Ein Arbeitnehmer kann aufgrund unwahrer ehrverletzender Kündigungsgründe die Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegen Zahlung einer Abfindung verlangen. Dies kann der Fall sein, wenn das Verhalten des Arbeitgebers im Zusammenhang mit dem Ausspruch der Kündigung geeignet ist, die Unzumutbarkeit der Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses zu begründen, z.B. wenn der Arbeitgeber durch Aufstellung völlig haltloser Kündigungsgründe einer Pflegekraft jegliches Verantwortungsbewusstsein abspricht.

Erstellt von: Caroline Brandt | Kategorie(n): Arbeitsrecht