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Regulierung von Schäden durch Mähfahrzeug

Der Bundesgerichtshof hatte über die Beschädigung eines Autos durch einen hochschleudernden Stein, verursacht durch ein Mähfahrzeug, zu entscheiden. Das Auto hatte ein Mähfahrzeug passiert und wurde dabei von einem hochschleudernden Stein beschädigt.

Der BGH hat entschieden, dass ein solcher Schaden unabwendbar ist, wenn das Mähfahrzeug den Grünstreifen an der Straße mäht. Dabei stellte das Gericht darauf ab, dass der Schaden auch bei äußerster Sorgfalt nicht abgewendet werden konnte.

Anders hingegen verhält es sich bei Mäharbeiten auf einem öffentlichen Parkplatz. Hier sagt der Bundesgerichtshof gibt es Möglichkeiten, Schäden durch hochschleudernde Steine zu vermeiden, z.B. durch Aufhängen von Planen oder den Verzicht auf Motormäher. Anders ist es bei Mäharbeiten entlang einer Straße.

Die Praxis hat allerdings gezeigt, dass die Versicherer von Schadensverursachern gerade bei Schäden durch Mäharbeiten in Parkanlagen und an anderen Orten versuchen, den Schaden als unabwendbar hinzustellen. Deshalb ist es in diesen Fällen meist notwendig, sofort einen Anwalt zu kontaktieren, um die außergerichtlichen Verhandlungen mit dem Versicherer und auch die gerichtlichen schnell und relativ unkompliziert abzuwickeln.

Erstellt von: baumann | Kategorie(n): Sonstiges