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Privater Computer von der Steuer absetzbar

Beruf und Privatleben sind immer schwieriger zu trennen. Das hat nun endlich auch der Bundesfinanzhof eingesehen. Er erlaubt jetzt, dass Sie einen privat angeschafften und in Ihren privaten Räumen genutzten Computer von der Steuer absetzen.

Können Sie glaubhaft machen, dass Sie den Computer „nicht unwesentlich“ beruflich nutzen, dürfen Sie pauschal die Hälfte der Anschaffungskosten absetzen. Je genauer Sie den Umfang der beruflichen Nutzung nachweisen, desto größer ist der Betrag, den Sie steuerlich geltend machen können. Belegen Sie, dass Sie den Computer zu mindestens 90% beruflich nutzen, können Sie sogar die Gesamtkosten abziehen.

Das Urteil bezieht sich zwar auf Arbeitnehmer, gilt aber genauso für Selbständige. Diese können die Kosten des Computers als Betriebsausgaben geltend machen.

Außerdem hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass „Peripheriegeräte“ ( Monitor, Drucker, Scanner etc. ) in der Regel keine sogenannten geringwertigen Wirtschaftsgüter sind. Geringwertige Wirtschaftsgüter können im Jahr der Anschaffung voll von der Steuer abgesetzt werden. Computer und Peripheriegeräte müssen über 3 Jahre verteilt von der Steuer abgesetzt werden.

Kaufen Sie sich ein Gerät, dass sowohl drucken als auch scannen und faxen kann und kostet dieses Gerät nicht mehr als 410 EUR netto ( = 475,6 EUR brutto ), können Sie das Gerät sofort vollständig abschreiben. Das Finanzamt erkennt dieses Gerät als selbständig nutzbares Wirtschaftsgut an.

Erstellt von: baumann | Kategorie(n): Sonstiges