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Wildunfall: Ausgewichen – Versicherung muss Schaden zahlen

AG München: Weicht ein Autofahrer einem Reh aus, muss bei einem Unfall die Teilkaskoversicherung den Schaden übernehmen. Bei einer abendlichen Fahrt auf einer bewaldeten Landstraße ist eine junge Autofahrerin einem Reh ausgewichen, das sie in einer Kurve am rechten Fahrbahnrand wahrgenommen hatte. Beim Ausweichmanöver nach links kam ihr Wagen ins Schleudern und landete im Unterholz. Am Auto entstand ein Sachschaden von rund 4500 Euro. Der Vater der jungen Frau als Eigentümer des Fahrzeugs ging davon aus, dass seine Teilkasko den Schaden ersetzen würde. Die Versicherung argumentierte jedoch, dass das Ausweichmanöver unnötig gewesen wäre, da sich das Tier nicht auf der Fahrbahn befunden habe. Der Vater klagte und erhielt Recht. In der vorliegenden Situation sei das Verhalten der Fahrerin nachvollziehbar, auch wenn ein Zusammenprall mit dem Reh nicht unmittelbar bevorstand. Sie habe versucht, einen Unfall zu vermeiden und ihre Beifahrer zu schützen. Weder habe die Frau grob fahrlässig gehandelt noch die erforderliche Sorgfalt beim Fahren vernachlässigt.

Erstellt von: Caroline Brandt | Kategorie(n): Verkehrsrecht